Acryl ist eine Dichtungsmasse, die nahezu in jedem Haus und jeder Wohnung zum Einsatz kommt. Überall in Bereichen, in denen es um die Auffüllung von Fugen in Innenräumen geht, kommt die Nutzung des Dichtstoffes in Frage. Während Fugen in Feuchtbereichen wie Badezimmern oder Küchen eher mit dem wasserfesten Silikon aufgefüllt werden, wird in allen trockenen Bereichen Acryl genutzt. Als plastoelastischer Dichtstoff hat Acryl nämlich den großen Vorteil, dass es überstreichbar ist.

[caption id="attachment_239" align="alignright" width="400"]Otto Acryl Otto Acryl[/caption]

Acryl kann für Risse im Mauerwerk und für die Versiegelung von Anschlüssen und Fugen genutzt werden, die keinen allzu großen Dehnungsanspruch mit sich bringen. Die Dichtmasse haftet auf Mauern, Gipskarton, Holz, Glas oder Putz. Geringe Schwankungen werden von hochwertigem Acryl, wie beispielsweise den Produkten von Otto Chemie, ausgeglichen.

Mit der Produktserie Ottoseal hat Otto Chemie vom Standard-Acryl bis zum Premium-Acryl mit einer Bewegungsaufnahme von bis zu 18% viele qualitative Dichtstoffe für die unterschiedlichsten Anwendungen am Markt etabliert. Viele verschiedene Farbtöne gewährleisten dabei, dass mit Acryl auch eine optische Gestaltung ermöglicht wird.

Mit Ottoseal lassen sich beispielsweise Anschlüsse und Fugen an Beton und Porenbeton, Putz und Mauern, Holz, Faser-Zement, Gipskarton sowie an Fensterbänken, Rollladenkästen, Wandfliesen und vielen weiteren Bereichen abdichten. Bei der Verwendung von Ottoseal Premium Acryl sind Temperaturschwankungen zwischen -20 Grad Celsius bis +80 Grad Celsius nach Aushärtung des Dichtstoffes kein Problem, sodass die Einsatzzwecke mit dem in Frage kommenden Außenbereich noch vielfältiger erscheinen.

Acryl verarbeiten nach Herstellerangabe

Bei der Verarbeitung von Acryl empfiehlt sich für optimale Ergebnisse die Einhaltung der Herstellerempfehlungen. Bei dem Dichtstoff von Otto Chemie wird beispielsweise darauf hingewiesen, die Materialien im Kontaktbereich auf ihre Verträglichkeit mit der Dichtmasse zu überprüfen. Des Weiteren sollte das Acryl nicht bei Temperaturen unter +5 Grad Celsius verarbeitet werden.

[caption align="alignright" width="400"]Acryl verarbeiten[/caption]

Vorbereitungen

Im Falle einer Erneuerung muss die alte Fuge aus Acryl zuerst entfernt werden. Im Gegensatz zu Silikonfugen lassen sich Acrylfugen eher nicht am Stück herausziehen sondern müssen stückchenweise herausgetrennt werden, da das Material brüchig ist. Trotz diesem Elastizitätsverlust lassen sich Acryl-Reste recht einfach komplett entfernen.

Die Haftflächen sollten staub- und fettfrei, sauber und tragfähig sein. Für die vorbereitende Reinigung der Kontaktflächen empfiehlt Otto Chemie die Behandlung mit dem Otto Cleaner und einem Tuch, oder die mechanische Entfernung von losen Partikeln durch Bürsten sowie Schleifscheiben.

Um die Haftungseigenschaften von Dichtstoffen auf saugenden Flächen zu optimieren, können die Flächen vorab mit Wasser angefeuchtet werden. Außerdem hält Otto Chemie für verschiedene Untergründe einen speziellen Primer als Grundierung bereit. Ein Abkleben der Kanten im Verarbeitungsbereich reduziert spätere Reinigungsarbeiten.

1. Acryl spritzen mit der Pistole

Dichtstoffe können wahlweise mit der Handpresspistole oder der Druckluftpistole gleichmäßig ausgespritzt werden. Hierzu wird die Kartusche in das jeweilige Pistolenmodell eingesetzt und die Tülle schräg abgeschnitten, wobei die Öffnung auf die spätere Fugenbreite abgestimmt werden sollte.

2. Fugen mit Acryl füllen

Nun kann die Tülle langsam mit gleichzeitigem Druck auf den Griff der Kartusche über die Fuge gezogen werden. Die Dichtmasse sollte sich gleichbleibend über die Fuge legen, weshalb die komplette Fugenlänge idealerweise in einem Zug aufgefüllt wird.

3. Acryl-Fugen glätten

Die frische Fuge wird mit einem Abzieher geglättet, wobei keine Reste der Masse an Wände oder Böden gelangen sollten. Bei vorab abgeklebten Flächen bleiben die Reste am Malerkrepp haften und können später entsorgt werden. Zur Verdichtung und weiteren Glättung der Fuge sollte ein mit Wasser und ein paar Tropfen Spülmittel benetzter Finger vorsichtig über den feuchten Dichtstoff geführt werden. Hilfsweise hält der Heimwerker Fachhandel auch den üblichen Fugenbreiten entsprechende Glätter und Abzieher bereit. Nach durchschnittlich 24 Stunden ist das Acryl dann ausgehärtet und kann überstrichen werden.

[caption id="attachment_243" align="alignleft" width="320"]Handpresspistole1. Kartusche in Handpresspistole einlegen[/caption] [caption id="attachment_240" align="alignleft" width="320"]Acryl spritzen2. Acryl verfugen[/caption] [caption id="attachment_241" align="alignleft" width="320"]Acryl abziehen3. Acryl glätten[/caption]