Fliesen sind beliebte Boden- und Wandbeläge, die insbesondere in Feuchträumen wie Bädern oder Küchen durch eine einfache Reinigung für hygienische Verhältnisse sorgen. Für das Verlegen von Fliesen im Innenbereich hat die Marke PCI ein System (12111) aus aufeinander abgestimmten Komponenten im Programm, das professionelles Arbeiten erleichtert und langlebige Ergebnisse gewährleistet.

Inhalte

  1. Das PCI System "Fliese Universal"
  2. Arbeitsschritte beim Fliesen verlegen mit PCI
  3. Spezialfall: Mit PCI Fliese auf Fliese verlegen

PCI System 12111 Fliese Universal PCI System 12111 Fliese Universal
Nummer Produkt
1. Grundierung PCI Gisogrund® 404: Spezial-Haftgrundierung auf saugenden und nicht saugenden Untergründen
2. Bodenspachtelung PCI Periplan®: Boden-Ausgleich unter Oberbelägen
3. Wandspachtelung PCI Pericret®: Ausgleichsmörtel für Boden, Wand und Decke
4. Abdichtung PCI Lastogum®: Wasserdichte, exible Schutzschicht unter Keramikbelägen in Dusche und Bad
5. Fliesenkleber PCI Nanolight®: Leichter variabler Flexmörtel für alle Untergründe und alle keramischen Beläge
6. Fugenmörtel PCI Nanofug® Premium: Variabler Flexfugenmörtel insbesondere für Feinsteinzeug- und Steinzeugbeläge
7. Dichtstoff PCI Silcofug® E: Elastischer Dichtstoff für innen und außen

 

Das PCI System "Fliese Universal"

Beim PCI System "Fliese Universal" handelt es sich um ein universell einsetzbares und extrem emissionsarmes Verlegesystem für das Verlegen von Fliesen im Innenbereich. Unabhängig von Form und Gewicht können damit alle keramischen Fliesen auf allen üblichen und auch beheizten Estrichen verlegt werden. Das PCI System wird hauptsächlich im Wohnungsbau auf kleineren und mittleren Flächen eingesetzt, wobei insbesondere Badezimmer damit ausgestattet werden.

Das PCI Verlegesystem umfasst mehrere Einzelkomponenten, die in ihren spezifischen Eigenschaften optimal aufeinander abgestimmt sind. Hierzu gehören Gisogrund - eine Haftgrundierung für saugende und nicht-saugende Untergründe - sowie Periplan und Pericret, zwei Spachtelmassen für Böden und Wände.

Darüber hinaus hält das PCI System mit Lastogum und Pecitape Produkte für die Abdichtung bereit. Die Fliesen werden mit Nanolight Fliesenkleber sowie dem Flexmörtel S1 verlegt und anschließend mit Nanofug Flexfugenmörtel verfugt. Als elastischer Dichtstoff für innen und außen rundet Silcofug das Portfolio des Verlegesystems ab.

PCI Gisogrund 404 PCI Gisogrund 404
PCI Lastogum PCI Lastogum
PCI Pecitape PCI Pecitape
pci_nanolight PCI Nanolight
PCI Nanofug Premium PCI Nanofug Premium

Arbeitsschritte beim Fliesen verlegen mit PCI

1. Die Untergrundvorbereitung

Der Untergrund muss glatt, sauber und frei von haftungsstörenden Schichten sein. Gegebenenfalls muss die Fläche abgeschliffen und abgesaugt werden. Dann wird der Untergrund mit PCI Gisogrund behandelt. Mischungsverhältnisse und die Anzahl der Aufträge richten sich nach der Zusammensetzung des Untergrundes.

2. Das Abdichten

Zunächst werden alle Ecken, Boden- und Wandanschlüsse mit dem PCI Lastogum bestrichen und mit PCI Pecitape beklebt. Nach Andrücken dieser Dämmstreifen werden sie erneut mit PCI Lastogum - bis auf die Dehnzone von etwa 3 cm - überstrichen. Für Wasserleitungen und andere herausstehende Anschlüsse gibt es Dichtmanschetten. Auch hier wird vor und nach dem Anbringen mit PCI Lastogum gearbeitet.

Wände und Boden werden nun ebenfalls mit PCI Lastogum beschichtet. Bei zwei Streichvorgängen wird im ersten Schritt die komplette Fläche mit PCI Lastogum in grau gestrichen und nach ca. 1 Stunde der Trockung eine zweite Schicht mit dem weißen PCI Lastogum aufgetragen. Die Mindesttrockenschicht sollte so 0,5 mm betragen.

Weisen die Wände Unebenheiten auf, werden diese mit dem Ausgleichsmörtel Pericret in einer Schichtstärke von 3 mm bis 30 mm überarbeitet.

3. Die Verlegung

Mit dem PCI Verlegesystem lassen sich Fliesen nahezu aller Art verlegen. Hierzu gehören Steingutfliesen, Feinsteinzeugfliesen, Steinzeugfliesen, Cotto-Fliesen, Porzellanmosaike und viele weitere Sorten. Als Verlegetechnik für Wände und auf dem Boden bietet sich das Dünnbett- oder Mittelbettverfahren mit dem Flexmörtel Nanolight von PCI an. Alternativ können Bodenfliesen wie Spaltplatten, Feinsteinzeug oder Steinzeugfliesen auch im Fließbettverfahren verlegt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass keine Hohlräume entstehen und die Platten vollsatt in den Fließbettmörtel Nanoflott verbracht werden.

Das Mörtelpulver wird nach Zugabe von Wasser zu einer homogenen Masse angerührt und nach einer 3-minütigen Ruhezeit nochmals kurz gequirlt. Den fertigen Mörtel spachteln Sie an Wand oder Boden und ziehen die Zahnspachtel in waagerechter Richtung darüber. Jetzt können die Fliesen angesetzt und durch Schieben korrekt ausgerichtet werden. Mit einer Wasserwaage überprüfen Sie die gerade Ausrichtung.

Während den Verlegearbeiten müssen die Rand-, Bewegungs- und Anschlussfugen ausgespart und danach sauber ausgekratzt werden. Vor allem zur einfacheren Einhaltung der Abstände von größeren Fliesen im Bodenbereich aber auch zur Verhinderung von Überzähnen bieten sich Leveling-Systeme an.

4. Das Verfugen

Fliesen und Keramikbeläge, Glasmosaike oder Glasfliesen werden mit dem variablen Flexfugenmörtel Nanofug im gewünschten Farbton verfugt. Der Fugenmörtel bietet eine schmutzabweisende Funktion und lässt sich unkompliziert reinigen. Auch hier muss darauf geachtet werden, das die Bewegungs-, Anschluss- und Randfugen frei und sauber bleiben, um sie im letzten Arbeitsschritt mit dem Silcofug Dichtstoff auszuspritzen und abzuziehen.

Spezialfall: Mit PCI Fliese auf Fliese verlegen

Auch beim Verlegen von Fliesen auf einen Untergrund aus Fliesen wird zunächst der alte Fliesenbelag gereinigt. Danach wird die Spezial-Haftgrundierung Gisogrund aufgestrichen. Nach der angegebenen Aushärtezeit erfolgt das Auftragen und anschließende Aufkämmen des PCI Bicollit Extra Fliesenklebers. Im nächsten Schritt können bereits die neuen Fliesen durch Ansetzen und Schieben angebracht werden.

Bitte halten Sie beim Kleben der Fliesen die berühmten Abstände zwischen den einzelnen Platten sowie zu Boden und angrenzenden Wänden (Dehnungsfugen) ein. Im Anschluss werden die Fliesen mit PCI Nanofug verfugt. Achtung: Dehnungsfugen zu anschließenden Wänden werden nicht verfugt und von eventuell eingetretenem Mörtel befreit. Bleibt bei einer Berührung mit der Fingerkuppe kein Material auf der Haut haften, kann der überschüssige Fugenmörtel mit einem Schwamm gewaschen und einem feuchten Tuch sauber abgezogen werden. Die eingehaltenen Dehnungsfugen werden nun mit einem PCI DIN-Polyband als Hinterfüllmaterial befüllt und anschließend mit PCI Silcofug abgedichtet.