OSB Platten: wasserfest oder nicht?

OSB Platten sind Baustoffe, die überall im Haus anzutreffen sind. Das bedeutet, dass sie in manchen Bereichen auch mit Nässe und Feuchtigkeit in Berührung kommen, beispielsweise beim Einbau von OSB Platten im Keller oder in Bereichen wie Bad und Waschräume. Wichtig zu wissen: Von Hause aus sind normale OSB Platten oft nicht wasserdicht. Da eine OSB Platte auf Feuchtigkeit mit Aufquellen reagiert, sollte man beim Einsatz der Platten in feuchten Bereichen darauf achten, wasserdichte OSB Platten zu verwenden.

Darum geht's

OSB Platten und Feuchtigkeit

OSB Platten bestehen aus dem Werkstoff Holz – wenn auch zusammengesetzt aus unzähligen kleinen Spänen. Das bedeutet, dass OSB Platten auf Feuchtigkeit ähnlich „allergisch“ reagieren wie unbearbeitete Holzbauteile: Sie nehmen Nässe auf. Doch wo eine Holzplatte sich dadurch oft deutlich verzieht, zeigt sich die Feuchtigkeitsaufnahme bei OSB Platten durch ein Aufquellen, besonders an den Rändern und Kanten.

Sind OSB Platten wasserdicht?

Einfache OSB Platten ohne spezielle Beschichtung oder Behandlung sind in der Regel nicht wasserfest oder wasserdicht. Es ist jedoch möglich, OSB Platten wasserdicht zu machen. Dafür bedarf es einer speziellen Behandlung, die zum Teil schon während der Herstellung der Platten erfolgen kann. Denn wasserdichte OSB Platten können produziert werden, indem sie bei der Herstellung auf bestimmte Weise verleimt werden. Kommt ein feuchtigkeitsbeständiger Leim für die Produktion der Platten zum Einsatz, kann zu einem gewissen Grad erreicht werden, dass die OSB Platten wasserdicht sind. Weiteres Plus: Die auf diese Weise hergestellten Platten sind meist auch deutlich belastbarer und stabiler als andere OSB Platten.

Lassen sich OSB-Platten im Außenbereich anbringen?

OSB Platten sind für den Einsatz im Außenbereich nur bedingt geeignet – selbst wenn es werksseitig als wasserdichte OSB Platten markierte Modelle sind. Um die richtigen OSB Platten für den Einsatz im Außenbereich oder auch in Feuchträumen zu finden, ist ein Blick auf die OSB-Klassifizierung nötig: Im Handel erhältliche OSB Platten sind in vier Klassen eingeteilt – OSB/1 bis OSB/4. Während Platten der Klassen OSB/1 und OSB/2 nur für den Einsatz im Möbelbau und in trockenen Innenbereichen geeignet sind, sind Platten mit der Markierung OSB/3 für tragende Zwecke im Feuchtbereich gedacht und Platten der Kategorie OSB/4 für hohe Belastungen in Feuchtbereichen konzipiert. Die Klassifizierung gibt den sogenannten Wasserdampfdiffusionswiderstand eines Baustoffes an. 

Für den Außenbereich kommen daher allenfalls Platten mit der Klassifizierung OSB/3 oder OSB/4 in Frage. Doch Experten schreiben selbst diesen widerstandsfähigen Baustoffen nur eine überschaubare Lebensdauer im Außenbereich zu. Sie können dort aber durchaus für das Beplanken von Decken oder Wänden genutzt werden. Für diesen Einsatzzweck sind die OSB Platten sehr beliebt, weil sie im Vergleich zu anderen Holzplatten extrem biegefest sind. 

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Wasserfeste OSB Platten: Kann man OSB Platten wasserdicht machen?

Ist eine OSB Platte nicht von Werk aus bereits als wasserfest deklariert, besteht die Möglichkeit, sie selbst wasserdicht zu machen. Dafür bedarf es einer speziellen Versiegelung, die an den Platten als Schutzschicht angebracht werden muss. Solch eine Versiegelung sollte man auch anbringen, wenn man OSB Platten im Außenbereich verwenden möchte, selbst wenn diese Platten werksseitig schon als „wasserfest“ deklariert sind.

OSB Platten versiegeln: die einzelnen Schritte

Um OSB Platten wasserdicht zu machen, ist die Versiegelung mit speziell dafür gedachten Lacken, Ölen, Wachsen oder Lasuren nötig. Es gibt auch sogenannte Nano-Versiegelungen, mit denen sich in diesem Bereich gute Ergebnisse erzielen lassen. Experten schreiben allerdings speziellen OSB-Lacken die besten Erfolgschancen zu. Denn diese Lacke sorgen nicht nur für eine hohe Beständigkeit gegen Nässe und Feuchtigkeit, sondern verleihen der OSB Platte auch eine gewisse Atmungsaktivität sowie eine besonders strapazierfähige Oberfläche, die zudem sehr beständig gegen aggressive Reinigungsmittel und ähnliche chemische Verbindungen ist.

Schritt 1: OSB Platte säubern
Im ersten Schritt beim wasserdichten Versiegeln von OSB Platten sollte man die Platte gut von Staub und Schmutz befreien. Sie muss trocken und sauber sein, um den OSB-Lack optimal aufnehmen zu können.
Schritt 2: Grundierung anbringen
Um OSB Platten wasserdicht zu versiegeln, sollte man den Lack in zwei Schichten anbringen. Die erste Schicht bildet die Grundierung. Hierfür ist es empfehlenswert, den Lack ca. 20 % zu verdünnen. Der Lack wird mit Pinsel oder Rolle lückenlos auf die Platte aufgestrichen. Anschließend heißt es warten, bis die Platte getrocknet ist.
Schritt 3: finaler Anstrich mit OSB-Lack
Als zweite Lackschicht bringt man dann einen maximal um 10 % verdünnten OSB-Lack auf die Platte auf. Erfahrungsgemäß lassen sich mit dieser Strategie die besten Ergebnisse erzielen.
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