Hanf als Dämmstoff – flexibel, atmungsaktiv und langlebig
Hanf Innenwanddämmung zeichnet sich durch eine Kombination aus Elastizität, Stabilität und natürlicher Regulierung aus. Die Fasern passen sich optimal an Unebenheiten im Untergrund an und schließen dabei kleine Hohlräume, was Wärmebrücken effektiv reduziert. Gleichzeitig bleibt das Material diffusionsoffen, wodurch Feuchtigkeit ungehindert aufgenommen und wieder abgegeben werden kann. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig bei der Innendämmung von Bestandsgebäuden, da sie das Risiko von Kondenswasserbildung minimiert. Das Ergebnis sind trockene, behagliche Räume, in denen Wände „atmen“ können, ohne an Dämmleistung zu verlieren. Darüber hinaus bietet Hanf eine ausgezeichnete Schalldämmung. Die dichte Faserstruktur absorbiert Schallwellen und sorgt dafür, dass Räume akustisch angenehm bleiben, ein Pluspunkt in Mehrfamilienhäusern oder Arbeitsräumen. Auch im Hinblick auf Brandschutz überzeugt Hanf: Durch seine mineralische Behandlung in der Verarbeitung erreicht er eine hohe Feuerbeständigkeit und trägt so zur Sicherheit der Baukonstruktion bei.
Verarbeitung – einfach und sauber
Die Verarbeitung von Hanf-Dämmplatten ist unkompliziert und erfordert kein spezielles Werkzeug. Sie lassen sich problemlos mit einem Dämmstoffmesser oder einer feinen Säge zuschneiden und passgenau in Gefache oder an Wände einfügen. Aufgrund der natürlichen Elastizität schmiegt sich der Dämmstoff eng an, ohne zu verrutschen. Hanf-Dämmstoffe werden meist zwischen Holzständern oder direkt auf die Innenwand montiert.
In Kombination mit einer Dampfbremse und einer abschließenden Verkleidung, etwa aus Gipskarton oder Lehmputz, entsteht eine langlebige und funktionale Dämmkonstruktion. Ein großer Vorteil ist die saubere Verarbeitung: Hanf verursacht weder Juckreiz noch Staubbelastung, was die Arbeit deutlich angenehmer macht, besonders bei Innenräumen, die bereits bewohnt sind.