Leitungsdurchführung im Neubau präzise geplant und umgesetzt
Im Neubau wird die Leitungsdurchführung frühzeitig in die Bauplanung integriert. Bereits bei der Herstellung von Bodenplatten oder Kellerwänden werden Futterrohre oder Einbauteile vorgesehen, die später die Versorgungsleitungen aufnehmen. Dadurch entsteht eine saubere und technisch durchdachte Lösung, die optimal in das Abdichtungskonzept eingebunden ist.
Die richtige Positionierung ist dabei entscheidend. Leitungen sollten gebündelt und klar strukturiert ins Gebäude geführt werden, um unnötige Wanddurchbrüche zu vermeiden. Mehrspartenlösungen ermöglichen es, Strom, Wasser, Telekommunikation und weitere Medien gemeinsam durch eine zentrale Leitungsdurchführung zu führen. Das spart Platz und erhöht die Übersichtlichkeit der Installation. Eine fachgerechte Montage sorgt dafür, dass die Abdichtung auch bei späteren Setzungen oder leichten Bewegungen im Baukörper dauerhaft erhalten bleibt.
Leitungsdurchführung bei Bestandsgebäuden sicher nachrüsten
In Bestandsgebäuden müssen Leitungsdurchführungen häufig nachträglich eingebaut oder erneuert werden. Dabei ist besondere Sorgfalt erforderlich, da bestehende Abdichtungsschichten nicht beeinträchtigt werden dürfen.
Nachträgliche Kernbohrungen oder Wanddurchbrüche müssen mit geeigneten Dichtelementen versehen werden, um die ursprüngliche Dichtheit wiederherzustellen.
Pressdichtungen, Dichtmanschetten oder modulare Dichtsysteme passen sich an unterschiedliche Rohrdurchmesser an und sorgen für eine zuverlässige Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit oder drückendes Wasser.
Gerade im Kellerbereich ist es wichtig, die vorhandene Abdichtungsart zu berücksichtigen. Nur wenn Leitungsdurchführung und Bauwerksabdichtung aufeinander abgestimmt sind, bleibt die Schutzfunktion langfristig erhalten.